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Waffen

Waffen, ein viel und kontrovers diskutiertes Thema in allen Kindereinrichtungen.

Wir packten die Gelegenheit beim Schopfe, uns damit auseinanderzusetzen, nachdem uns klar war, dass die Kinder immer wieder Waffen aus unterschiedlichsten Materialien bauen, auch im Rollenspiel benutzen, und schlugen den Kindern neben zwei anderen auch dieses Thema als Projekt vor.

Die Kinder waren begeistert, die Eltern klärten wir im gemeinsamen Gespräch (Elternabend, Tür-und Angelgespräche, Elternbrief) darüber auf, dass unser Ziel ist, die Kinder unterschiedliche gewaltfreie Konfliktlösungen finden und erforschen zu lassen und im Alltag umzusetzen.

Als Einstieg erforschten wir das Kinderwissen, sammelten Informationen über Waffen jeder Art und hängten die Ergebnisse im Flur aus. Wir stellten den Kindern z.B. folgende Fragen:

  • Welche Waffen kennt Ihr?
  • Wo habt Ihr diese Waffen schon mal gesehen?
  • Wer benutzt Waffen?
  • Wofür werden die Waffen benutzt?

Diese Sammlung half dann allen Beteiligten, ein Kostüm für die anstehende Faschingsparty zu finden und in vier Trupps wurde diese mit den Kindern vorbereitet.
Hier galt es, Regeln für den Umgang mit den mitgebrachten Waffen zu entwickeln (es sollte z.B. niemand mit einer Waffe direkt bedroht werden), Spiele zum Thema zu erarbeiten, die Faschingsdekoration herzustellen und den Einkauf zu erledigen.

Im nächsten Schritt legten wir ein neues Leitmotiv fest. Es sollten nicht mehr die Waffen im Vordergrund stehen, sondern wir wollten Konfliktlösungsmöglichkeiten mit den Kindern erarbeiten, die in den Kitaalltag übernommen werden. Dazu lagen unter anderem auch Bücher für die Kinder bereit, z.B. „Dumme Ziege, blöde Gans“ oder „Streithammel“.
Im Gefühlstrupp stellten die Kinder fest, was sie angenehm finden. Dazu gab es unter anderem eine „Gefühlsdusche“, in die die Kinder hineingehen und sich von unterschiedlichsten Materialien (Krepppapier, Stoff, Fell) berühren lassen konnten.
 
Der Theatertrupp erarbeitete sich zwei Stücke, ein selbst erfundenes und eins orientierte sich an dem Buch „Dumme Ziege, blöde Gans“.
     
Der Spieletrupp orientierte sich an dem Gedanken der olympischen Spiele und maß seine Kräfte unter anderem im Tauziehen oder Ringen.
   
Der Streitregeltrupp stellte Streitregeln auf und ein Streitplakat her, das noch heute gut sichtbar und benutzbar für alle in der Kita hängt.
   
Im Bautrupp entstanden Papierflieger, die als Entschuldigung geschickt werden konnten und zwei Wutstühle, auf denen man Auseinandersetzungen austragen kann.
   
Noch immer weisen sich die Kinder auf unsere entwickelten Streitregeln hin, die Wutstühle stehen zum Einsatz bereit und werden von Klein und Groß gleichermaßen genutzt und von dem Buch „Dumme Ziege, blöde Gans“ gibt es inzwischen die Fortsetzung „Verschwunden-Gefunden“.
 

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